[23 Juli 2015]
Am Donnerstag, 23. Jul 2015
Der Karniusche Höhenweg.
Man sollte seine Gedanken, Eindrücke und Erlebnisse immer gleich aufschreiben, sonst verblassen sie. Ich hatte leider die letzten Wochen nicht viel Zeit um am Blog zu arbeiten. Trotzdem sind mir die Eindrücke vom KHW noch gut im Gedächtnis. Diese 6 Tage zählen zu den schönsten Bergerfahrungen die ich je gemacht habe. Vielleicht auch deshalb, weil in diesen 6 Tagen alles so geklappt hat wie man sich das vorstellt. Es gab keine grossen Pannen, keine grossen körperlichen Probleme (was bei 6 Tage Dauerwandern gar nicht so üblich ist), nur einmal schlechtes Wetter, nicht zu viel Leute – weder am Berg noch in den Hütten...und das wichtigste: gute Stimmung!!
Gestartet sind wir mit einem gemütlichen Frühstück direkt am Wörthersee. So wie es sich gehört. Mit dem Zug gings nach Osttirol und dann zu unserer ersten Hütte – die Sillianer Hütte. Supernette Wirtsleute, sehr gutes Essen (kein Wunder wenn der Koch so gut drauf ist und dauern seine Lieder trällert in der Küche so dass man das durch die ganze Hütte hört) und einer der schönsten Sonnenuntergänge die ich je am Berg erlebt habe. Auch unglaubliches Panorama mit den Sextner Dolomiten im Hintergrund.
Der erste volle Wandertag führe uns über Bergkämme und Gipfel mit unglaublicher Fernsicht bei super Wetter (was soll ich da sagen...wenn Englein reisen....) bis zur Obstanzerseehütte. Der See war leider zu kalt zum schwimmen. Trotz einer Gruppe von 14 Holländer (die für uns immer Schweden bleiben werden) fühlten wir uns auf der Hütte sehr wohl, gutes Essen und angenehmer Schlafraum. Die Obstanzerseehütte liegt etwas abgelegen, die Lebensmittel werden grossteils mit Hubschrauber angeliefert. Die Hüttenwirtin erzählte uns, dass in der Sommersaison bis zu über 100 Leute in der Hütte nächtigen...spätestens da waren wir froh unsere Tour in der Vorsaison geplant zu haben.
Am nächsten Tag – gestärkt nach dem Hüttenfrühstück gings über die Filmoorhütte (im Wanderführer schon als kuliarisches Highlight bezeichnet überzeugte mich die überbackene Polenta) bis zur Porzehütte. Unterwegs bebadeten wir den oberen Stuckensee, netter Bergsee mit gar nicht so kaltem Wasser (man ist froh über jede Waschgelegenheit nach 3 Tagen in der gleichen Wanderbekleidung). Leider hat uns dann ein Gewitter mit Hagel und Regen erwischt. Nach kurzer Rast unter einem Stein war das schlimmste vorbei und dann gings noch ca 1.5h zur Porzehütte.
Am nächsten Tag machten wir uns zeitig auf den Weg – die Königsetappe mit einer Wegzeit von 8h lag vor uns. Was soll ich sagen – es war ein superschöner Tag! Für mich die schönste Etappe auf dieser Wanderung, man ist fast die ganze Zeit am Bergkamm unterwegs und erlebt ein einzigartiges Panorama & wunderschöne Landschaften die bleibende Eindrücke hinterlassen haben. Nach 9,5h gelangen wir zum Hochweisssteinhaus – Abendessen & Bett, wir waren erledigt.
Der letzte volle Wandertag führte uns über eher almiges Gelände bis zum Wolayersee und zur Wolayerseehütte. Unterwegs machten wir Rast auf der oberen Wolayerseealm wo die Wirtsleute frischen Ziegenkäse anboten. Für mich war es faszinierend wie sich die Landschaft in den 6 Tagen verändert, man erlebt hochalpine Etappen mit schroffen Gipfel, schöne Almen und nette Bergseen. Am Wolayersee angelangt mussten wir natürlich den Wein auf der italienischen Hütte kosten – sehr zu empfehlen. Krönender Abschluss war für mich der Sonnenuntergang über dem Wolayersee.
Am letzten Tag (ich muss dazu sagen, auf der Hütte hatten wir das erste mal Pech mit unseren Zimmerkollegen im Schlafraum...eine Gruppe Slowenen dachten anscheinend, dass sie alleine im Schlafraum waren!!) gings dann über das Valentinthörl zum Gasthaus auf der Valentinalm und über Kötschach-Mauthen zurück nach Klagenfurt.
Meine Erzählungen sind kurz gehalten. Vielleicht auch weil ich das Erlebte, die Eindrücke und Gefühle gar nicht so beschreiben kann, dass es dieser Wanderung und den Tagen am Berg gerecht wird. Ich kann nur sagen – es zahlt sich aus!

Sonnenuntergang auf der Sillianer Hütte

Hüttenhund Grisu wacht in der früh vor den Sextner Dolomiten

unglaubliche Landschaften, ganz klein erkennt man den ObstanzerSee mit der Hütte

...ohne Worte...einfach geniessen...

Ankunft bei der Obstanzerseehütte

Aufbruch von der Porzehütte zur Königsetappe bei Traumwetter

.....

403 der Friedensweg...begleitete uns 6 Tage am Berg...

.....

Blütenpracht am Weg

Lawinenübungen am Berg (schön blöd, wenn man die Sonde im Rucksack vergisst und die dann 6 Tage mitschleppen muss!)

am Wolayersee, hohe Wand im Hintergrund

Sonnenuntergang am Wolayersee
Letztes WE war ich dann in Innsbruck bei Christine & Christian eingeladen. Ich habe die beiden in der Schweiz bei der Skitourenwoche der Naturfreunde kennen gelernt. Geplant waren 2 Tage mit Berg-und Klettersteigtouren. Ruth, Hermann, Jutta & Heli waren auch dabei. Es war ein sehr nettes Wochenende, Innsbruck & Umgebung hat bergmässig einiges zu bieten. Es war sehr nett mit den Leuten, Naturfreunde sind irgendwie auf der gleichen Wellenlänge – ein gemütlicher Start in den Tag mit Cafe, super Bergtouren, gemütliche Hütten & gutes Essen stehen da immer am Plan. Die Hitze hat mir zwar etwas zu schaffen gemacht aber trotzdem waren es wieder schöne Erlebnisse und Eindrücke die ich mit nachhause genommen habe.

Rastpause mitten im Klettersteig

beim Italiener in Südtirol

Heli, unser Bergführer

beim Abstieg, im Hintergrund der Stubaier Gletscher

kurze Rast beim See
Seit dem KHW gehts mir körperlich nicht so gut, die 6 Tage am Berg & das Klettersteig-WE in Innsbruck in Kombination mit der grossen Hitze waren anscheinend etwas zu viel für mich. Ruhiger treten lautet die Devise in den nächsten Wochen. Morgen gehts mit der Family auf die Alm – freu mich auf ein paar nette Tage mit leichten Wanderungen, Pilze sammeln, baden und lustigen Spieleabenden.
Man sollte seine Gedanken, Eindrücke und Erlebnisse immer gleich aufschreiben, sonst verblassen sie. Ich hatte leider die letzten Wochen nicht viel Zeit um am Blog zu arbeiten. Trotzdem sind mir die Eindrücke vom KHW noch gut im Gedächtnis. Diese 6 Tage zählen zu den schönsten Bergerfahrungen die ich je gemacht habe. Vielleicht auch deshalb, weil in diesen 6 Tagen alles so geklappt hat wie man sich das vorstellt. Es gab keine grossen Pannen, keine grossen körperlichen Probleme (was bei 6 Tage Dauerwandern gar nicht so üblich ist), nur einmal schlechtes Wetter, nicht zu viel Leute – weder am Berg noch in den Hütten...und das wichtigste: gute Stimmung!!
Gestartet sind wir mit einem gemütlichen Frühstück direkt am Wörthersee. So wie es sich gehört. Mit dem Zug gings nach Osttirol und dann zu unserer ersten Hütte – die Sillianer Hütte. Supernette Wirtsleute, sehr gutes Essen (kein Wunder wenn der Koch so gut drauf ist und dauern seine Lieder trällert in der Küche so dass man das durch die ganze Hütte hört) und einer der schönsten Sonnenuntergänge die ich je am Berg erlebt habe. Auch unglaubliches Panorama mit den Sextner Dolomiten im Hintergrund.
Der erste volle Wandertag führe uns über Bergkämme und Gipfel mit unglaublicher Fernsicht bei super Wetter (was soll ich da sagen...wenn Englein reisen....) bis zur Obstanzerseehütte. Der See war leider zu kalt zum schwimmen. Trotz einer Gruppe von 14 Holländer (die für uns immer Schweden bleiben werden) fühlten wir uns auf der Hütte sehr wohl, gutes Essen und angenehmer Schlafraum. Die Obstanzerseehütte liegt etwas abgelegen, die Lebensmittel werden grossteils mit Hubschrauber angeliefert. Die Hüttenwirtin erzählte uns, dass in der Sommersaison bis zu über 100 Leute in der Hütte nächtigen...spätestens da waren wir froh unsere Tour in der Vorsaison geplant zu haben.
Am nächsten Tag – gestärkt nach dem Hüttenfrühstück gings über die Filmoorhütte (im Wanderführer schon als kuliarisches Highlight bezeichnet überzeugte mich die überbackene Polenta) bis zur Porzehütte. Unterwegs bebadeten wir den oberen Stuckensee, netter Bergsee mit gar nicht so kaltem Wasser (man ist froh über jede Waschgelegenheit nach 3 Tagen in der gleichen Wanderbekleidung). Leider hat uns dann ein Gewitter mit Hagel und Regen erwischt. Nach kurzer Rast unter einem Stein war das schlimmste vorbei und dann gings noch ca 1.5h zur Porzehütte.
Am nächsten Tag machten wir uns zeitig auf den Weg – die Königsetappe mit einer Wegzeit von 8h lag vor uns. Was soll ich sagen – es war ein superschöner Tag! Für mich die schönste Etappe auf dieser Wanderung, man ist fast die ganze Zeit am Bergkamm unterwegs und erlebt ein einzigartiges Panorama & wunderschöne Landschaften die bleibende Eindrücke hinterlassen haben. Nach 9,5h gelangen wir zum Hochweisssteinhaus – Abendessen & Bett, wir waren erledigt.
Der letzte volle Wandertag führte uns über eher almiges Gelände bis zum Wolayersee und zur Wolayerseehütte. Unterwegs machten wir Rast auf der oberen Wolayerseealm wo die Wirtsleute frischen Ziegenkäse anboten. Für mich war es faszinierend wie sich die Landschaft in den 6 Tagen verändert, man erlebt hochalpine Etappen mit schroffen Gipfel, schöne Almen und nette Bergseen. Am Wolayersee angelangt mussten wir natürlich den Wein auf der italienischen Hütte kosten – sehr zu empfehlen. Krönender Abschluss war für mich der Sonnenuntergang über dem Wolayersee.
Am letzten Tag (ich muss dazu sagen, auf der Hütte hatten wir das erste mal Pech mit unseren Zimmerkollegen im Schlafraum...eine Gruppe Slowenen dachten anscheinend, dass sie alleine im Schlafraum waren!!) gings dann über das Valentinthörl zum Gasthaus auf der Valentinalm und über Kötschach-Mauthen zurück nach Klagenfurt.
Meine Erzählungen sind kurz gehalten. Vielleicht auch weil ich das Erlebte, die Eindrücke und Gefühle gar nicht so beschreiben kann, dass es dieser Wanderung und den Tagen am Berg gerecht wird. Ich kann nur sagen – es zahlt sich aus!

Sonnenuntergang auf der Sillianer Hütte

Hüttenhund Grisu wacht in der früh vor den Sextner Dolomiten

unglaubliche Landschaften, ganz klein erkennt man den ObstanzerSee mit der Hütte

...ohne Worte...einfach geniessen...

Ankunft bei der Obstanzerseehütte

Aufbruch von der Porzehütte zur Königsetappe bei Traumwetter

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403 der Friedensweg...begleitete uns 6 Tage am Berg...

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Blütenpracht am Weg

Lawinenübungen am Berg (schön blöd, wenn man die Sonde im Rucksack vergisst und die dann 6 Tage mitschleppen muss!)

am Wolayersee, hohe Wand im Hintergrund

Sonnenuntergang am Wolayersee
Letztes WE war ich dann in Innsbruck bei Christine & Christian eingeladen. Ich habe die beiden in der Schweiz bei der Skitourenwoche der Naturfreunde kennen gelernt. Geplant waren 2 Tage mit Berg-und Klettersteigtouren. Ruth, Hermann, Jutta & Heli waren auch dabei. Es war ein sehr nettes Wochenende, Innsbruck & Umgebung hat bergmässig einiges zu bieten. Es war sehr nett mit den Leuten, Naturfreunde sind irgendwie auf der gleichen Wellenlänge – ein gemütlicher Start in den Tag mit Cafe, super Bergtouren, gemütliche Hütten & gutes Essen stehen da immer am Plan. Die Hitze hat mir zwar etwas zu schaffen gemacht aber trotzdem waren es wieder schöne Erlebnisse und Eindrücke die ich mit nachhause genommen habe.

Rastpause mitten im Klettersteig

beim Italiener in Südtirol

Heli, unser Bergführer

beim Abstieg, im Hintergrund der Stubaier Gletscher

kurze Rast beim See
Seit dem KHW gehts mir körperlich nicht so gut, die 6 Tage am Berg & das Klettersteig-WE in Innsbruck in Kombination mit der grossen Hitze waren anscheinend etwas zu viel für mich. Ruhiger treten lautet die Devise in den nächsten Wochen. Morgen gehts mit der Family auf die Alm – freu mich auf ein paar nette Tage mit leichten Wanderungen, Pilze sammeln, baden und lustigen Spieleabenden.
